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01.12.2023

AjaX und SEO

AjaX und SEO

Ajax: Kein Label für Waschmittel, sondern vielmehr ein auf JavaScript basierendes Konzept, das wie jedes andere auch seine Vor- und Nachteile mit sich bringt. Das englische Akronym setzt sich aus Asynchronous JavaScript and XML zusammen. Seit Jesse James Garrett seinen Aufsatz „Ajax: A New Approach to Web Applications“2005 veröffentlichte, gewann Ajax zunehmend an Beliebtheit und wurde unter dem Namen geprägt.

Vor Ajax war es so, dass beim Anklicken einer Webseite sämtliche Inhalte gleichzeitig geladen werden. Mit der Verbreitung des Konzepts wurde ein asynchroner Datenaustausch zwischen Browser und Server möglich. So können HTTP-Anfragen verarbeitet und neue Inhalte angezeigt werden, ohne die Seite neu zu laden. Dies macht es möglich, Inhalte dynamisch auf die Nutzerwünsche zuzuschneiden.

Ajax: Die Vor- und Nachteile eines modernen Konzepts

Mithilfe von Ajax können Inhalte dynamisch geladen werden und so in gewisser Hinsicht mit dem Server kommunizieren. Dies bietet dem Nutzer einen höheren Komfort und minimiert zudem den Trafficverbrauch. Webseiten können schneller angezeigt und individueller auf die jeweilige Nutzeranfrage zugeschnitten werden.

Neben den vielen Vorteilen machen sich jedoch auch einige Nachteile bemerkbar, die sich in der Konsequenz auch negativ auf die Suchmaschinenposition auswirken können. Einige – wenn auch wenige – Nutzer, haben in ihrem Browser JavaScript deaktiviert. Diese Nutzer können die Inhalte, die mit Ajax bereitgestellt werden, nicht laden. Studien gehen davon aus, dass bis zu 10% der Webnutzer eine solche Deaktivierung vorgenommen haben und daher von den Ajax-basierten Inhalten ausgeschlossen werden.

Ajax und Google: Zwischen Harmonie und Konkurrenz

Ajax ist ein benutzerfreundliches Konzept und sollte daher auch den Suchmaschinen gefallen. Es gibt jedoch einen großen Haken: Ebenso wie die Nutzer, die JavaScript deaktiviert haben, kann auch Google keine dynamischen Inhalte erkennen, die auf der Basis von JavScript laufen. Inhalte, die der Suchmaschinen-Spider nicht lesen kann, sind also faktisch auch nicht vorhanden.

Die Suchmaschinen nehmen nur diejenigen Inhalte wahr, die mit dem ersten Laden der Seite zur Verfügung gestellt werden. Die angebotenen Ajax-Anfragen führt der Crawler dagegen nicht aus. Das hat nicht nur eine mögliche Verschlechterung des Rankings zur Folge sondern auch, dass die über Ajax geladenen Inhalte gar nicht in den Ergebnisseiten erscheinen.

Geht SEO mit Ajax trotzdem?

Ja, es ist nur mit einem entsprechenden Mehraufwand verbunden. Webmaster und Programmierer sollten vor dem Erstellen der Seite entscheiden, welche Inhalte und Links für ein gutes Ranking relevant sind. Diese Inhalte sollten sie in jedem Falle direkt mit dem ersten Laden der Seite einblenden und nicht nachträglich über Ajax laden. So können auch Suchmaschinen diese Inhalte erkennen und bewerten, ohne dass die Seitenbetreiber dadurch Nachteile hätten.

Auch Google selbst hält für diese Problematik einige Lösungen bereit. Beispielsweise werden im Support sogenannte HTML-Snapshots zur Verfügung gestellt, die der Seitenbetreiber in die Ajax-basierten Seiten einbauen kann. Mit dieser Hilfe kann der Crawler die gesamten Inhalte wahrnehmen und nicht nur diejenigen, die beim ersten Laden angezeigt werden. Ein Nachteil dieser Shots: Sie müssen regelmäßig auf den neusten Stand gebracht werden, damit der beste Effekt auf die Suchmaschinenoptimierung generiert wird.

Quellen

https://web.archive.org/web/20080702075113/

http://www.adaptivepath.com/ideas/essays/archives/000385.php

https://de.wikipedia.org/wiki/Ajax_(Programmierung)

https://wiki.selfhtml.org/wiki/AjaX

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